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Bridgestone kennt sich mit Gummi aus

Von: Georg Weinand

02.10.2009
Bridgestone kennt sich mit Gummi aus

Bild: Bridgestone

Wenn es um Reifen geht, kann Bridgestone so ziemlich alles. Aber wussten Sie, dass die Firma trotz ihres Namens keineswegs aus den USA oder Großbritannien stammt? Der wahre Herkunftsort der weltbekannten Pneus ist Japan.

Wie unser Schwesterportal auto-motor-und-sport.de berichtet steckt folgende Geschichte hinter dem Namen: Der Bridgestone-Gründer Shojiro Ishibashi hatte es zuerst auf Schuhe abgesehen. 1925 gründete er eine Firma für die Produktion von Tabi, einem traditionellen japanischen Schuh. Erst ein Jahr später folgte dann die Reifenfabrik.

Der japanische Name Ishibashi heißt übersetzt Steinbrücke. Weil zu dieser Zeit amerikanische und englische Produkte in Japan in Mode waren, kam der Tüftler auf die Idee seinen Namen ins Englische zu übersetzen und die beiden Namensteile einfach umzudrehen. Aus der Steinbrücke wurde der Brückenstein – Bridgestone.

Schon in den 1930er Jahren erweiterte das Unternehmen sein Produktspektrum. Neben Autoreifen wurden jetzt auch Golfbälle produziert. Es folgten Keilriemen, Gummischläuche, Vibrationsdämpfer und Synthetik-Gummi.

Während des Zweiten Weltkriegs trägt das Unternehmen den Namen Nippon Tire Co. Ltd. Erst in den 1950er Jahren wurde die Firma wieder in Bridgestone umgetauft. Nach dem Krieg wird Bridgestone zum größten japanischen Reifenhersteller. Weitere Erfolge stärken das Unternehmen: 1962 entwickelt das Tokioter Unternehmen den ersten japanischen Stahl-Radialreifen für Lkw und Busse, 1964 folgten die ersten radialreifen für Lkw. Danach geht es ins Ausland, 1965 zunächst nach Malaysia. 1967 betritt Bridgestone dann mit einer Vertriebsniederlassung das Land des ehemaligen japanischen Kriegsgegners USA. 1976 schließlich stirbt Firmengrüner Ishibashi.

Einen der größten Meilensteine in der Geschichte seines Unternehmens erlebt er deshalb nicht mehr: 1988 kauft Bridgestone seinen amerikanischen Konkurrenten Firestone zu einem Preis von 2,6 Milliarden Dollar.

2002 schließlich verkünden Bridgestone und Continental ihre Zusammenarbeit bei der sogenannten Runflat-Technologie. Und auch die weitere Expansion ist im vollen Gange: In Italien wird ein Testgelände errichtet sowie Produktionsstätten in Polen, Thailand, Indien, China und den USA entstehen. Auf der diesjährigen IAA in Frankfurt schließlich stellten die Japaner den neuen Reifen Ecopia vor. Er sol besonders spritsparend und umweltfreundlich sein.


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